Arbeitsfeld Schule

Kinder freuen sich auf die Schule!

Welches Kind freut sich nicht darauf, endlich ein Schulkind zu werden? Mit Spannung und Vorfreude können Sechsjährige es kaum erwarten, endlich lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Sie nehmen die Herausforderungen des Schulalltags mutig an, um das zu lernen, was die Erwachsenen können. Die Lehrerinnen und Lehrer sind für Kinder Helden, die ihnen den Weg in die Welt der „Großen“ zeigen und sie soweit begleiten, bis sie alleine weitergehen können.

20 Jahre später ...

„17 mal 8? - Keine Ahnung. Gib’ mir mal einen Taschenrechner!“
„Prozentrechnung? - Ich weiß nicht, wie das geht. Das habe ich noch nie verstanden!“
„Brüche dividieren? Größter gemeinsamer Teiler? - Puh, das konnte ich noch nie!“

Ein bedeutender Anteil der Schüler/innen an weiterführenden Schulen und sogar viele Studierende an Hochschulen verfügen nicht über die erforderlichen Mathematik-Kompetenzen, um dem Unterricht folgen zu können. Schulen und Hochschulen stoßen an ihre Grenzen, weil es viel aufzuholen gibt, was in der Schulzeit verpasst wurde. Die Wissenschaftlichen Belege existieren (VERA, PISA, ...). Es ist längst ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Das Problem entsteht in der Grundschule.

Schülerinnen und Schüler starten mit positiven Einstellungen zur Mathematik zu Beginn der 1. Klasse in ihre Grundschulzeit. Während der Grundschulzeit nimmt die positive Einstellung kontinuierlich ab, fanden Hascher & Reindl (2015, S. 179) heraus. Die intrinsische Motivation und der Spaß am Schulfach Mathematik gehen bei den meisten Kindern während der Grundschulzeit verloren. Es entstehen fachliche Defizite, die immer schwieriger aufzuholen sind. Negative emotionale Reaktionen, z.B. Prüfungsangst und Leistungsversagen, kommen hinzu und verstärken den Effekt.

Wie kann dem begegnet werden?

Kinder wollen lernen, soviel steht fest. Kinder können lernen; die geistigen und körperlichen Voraussetzungen sind im Grundschulalter ideal. 

Kinder brauchen eine Lernumgebung, in der sie herausfinden, was sie schon können, und neugierig erforschen, was sie noch nicht können. Wie Forscher, die zuerst die Lücke des eigenen Wissens suchen, sie präzise umreißen, um sich anschließend systematisch und methodisch die unbekannten Wissensgebiete erschließen.

Die Kenntnis der eigenen Fähigkeiten und Grenzen ist die Voraussetzung für den Ausbau der eigenen Kompetenzen. Eine pädagogisch wertvoll und didaktisch sinnvoll gestaltete Lernumgebung ermöglicht das Eintauchen in die Welt der eigenen Fähigkeiten und öffnet das Tor zum großartigsten aller Erlebnisse: FLOW. Wenn die Gedanken im Fluss sind, werden ungeahnte Fähigkeiten frei. Das Ergebnis zeigt, zu was wir in der Lage sind, wenn sich die Grenzen unseres Denkens auflösen und wir einfach das tun, was wir gerne tun.

Die Lösung heißt FLOW!

10:00 Uhr, die große Pause ist vorbei. Auf dem Stundenplan der 2b steht Mathematik. Die Mehrzahl der 26 Kinder freuen sich auf den Unterricht, vier haben Angst. Sie haben Angst, die Aufgaben nicht lösen zu können, die die Lehrerin stellt, und dann wieder von der Klasse ausgelacht zu werden. Sie haben Angst, die Hausaufgaben vorzuzeigen, weil sie nur die Hälfte der Aufgaben geschafft haben, bevor die Eltern sie entnervt nach mehr als einer Stunde erlöst haben, in der sie das Arbeitsblatt mit leerem Blick angeschaut haben. Eines ist klar: In der Schule und zu Hause bei den Hausaufgaben erleben sie alles, aber keinen Flow!

Am Nachmittag spielen die vier zusammen. Beim Quartettspiel vergleichen sie die Leistungsdaten und Baujahre von Autos, zählen die Punkte beim Basketball zusammen und wecken beim Spiel mit Lego-Bausteinen ausgefeilte geometrische Formen zum Leben. Sie erleben Flow mit Zahlen, Rechenoperationen und geometrischen Formen. Sie lösen Aufgaben, deren Schwierigkeitsgrad sie in der Schule zur Verzweiflung gebracht hätte.

Das Projekt: BASIS Mathematik Grundschule

Im Projekt BASIS Mathematik Grundschule entwickelt und erprobt das JUNGMANN INSTITUT eine Lernumgebung, in der Kinder Spaß an Mathe haben. Im Spiel mit Zahlen und Formen fließen die Gedanken. So finden die Kinder den Weg zu ihrer Kompetenz und erleben, zu welcher Leistung sie fähig sind.